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Nachtschrank für umme. Deine Nachbarn.

By Stephanie Neumann and Ulrich Siegmeier

Unser Umgang mit geografischer und sozialer Nähe verändert sich mit der seit Jahren stark wachsenden Verbreitung mobiler Endgeräte, digitaler Dienste und sozialer Netzwerke. Diese helfen uns, die Probleme räumlicher Entfernung zu minimieren; die Kommunikation mit unserem lokalen Umfeld tritt dabei in den Hintergrund. Für die ökonomische und soziale Nachhaltigkeit innerhalb einer Nachbarschaft kann jedoch gerade diese Kommunikation wichtig sein, um lokale Ressourcen nutzen und teilen zu können.

Am Beispiel einer Möbelbörse untersuchen wir in unserem Projekt mit Hilfe eines Prototypen, wie man die Vorteile räumlicher Nähe zwischen Nachbarn für kurzfristige, gezielte Transaktionen nutzen kann. Dabei erkunden wir insbesondere, wie die öffentliche Kommunikation in der Nachbarschaft persönlich, ortsgebunden und ansprechend gestaltet werden kann.

Der Prototyp

Wir sprühen unsere Möbel mit Schablone und Sprühkreide auf den Boden.


Der Prototyp besteht aus Möbelumrissen konkreter Möbel mit dem Hinweis “Möbel abzugeben”. Diese sprühen wir mit Kreide und Schablonen auf die Betonplatten des Bürgersteigs und machen sie damit direkt vor Ort und über einen kurzen Zeitraum sichtbar. Lebensdauer und Reichweite der Nachricht entsprechen damit dem ebenfalls nur für eine kurze Zeit im begrenzten Umkreis gültigen Angebot. Dazu befestigen wir einen handgeschriebenen Zettel an den Möbeln. Auf dem sind neben der Ansage “Liebe Nachbarn, Möbel abzugeben!” abwechselnd eine Telefonnummer und die Url zu einer Plattform auf Abreißzetteln angebracht. Interessierte können so entscheiden, ob sie telefonisch oder online Kontakt aufnehmen möchten.

Abreißzettel mit URL und Telefonnummer.


Möbel abzugeben. Deine Nachbarn.


Eines der insgesamt fünf öffentlich angebrachten Angebote.

Ist das ernst gemeint?

Drei Stunden nach unserer Anbringung des Prototypen erhalten wir einen Anruf von Konstantin. Er interessiert sich für den angebotenen Nachtschrank und wir verabreden eine Abholung noch am gleichen Abend. Als Konstantin vorbei kommt, erfahren wir, dass er unseren Prototypen zuerst als Dreiergruppe in der Nähe seines Hauses gesehen hatte, später dann nochmal bei der Kreuzung:

“Ich fand’s schon cool. Ich wusste erst nicht, ob das ernst gemeint ist, dass jemand Möbel abgeben wollte oder ob´s halt Kunst ist.”

Die Kurz-Url hatte er zwar erkannt, telefonieren war für ihn jedoch der einfachste Weg zur Kontaktaufnahme, da er derzeit noch kein Internet hat.

Transaktion: Konstantin holt den Nachtschrank ab.

Wir befragen Konstantin auch zu seiner Nutzung von analogen und digitalen Medien, um günstig Möbel zu finden. Zettel sind ihm prinzipiell sympathischer als digitale Services und Displays. Er mag das schwarze Brett und würde es auch öffentlich nutzen. Er hat jedoch auf der Straße noch keins gesehen. Nach unserem Prototypen befragt, sagt Konstantin, er würde auch in Zukunft gerne ähnliche analoge Services nutzen:

“Wenn ich wüsste, dass das so etwas weitergeführt wird, so ein Projekt, würde ich da zuerst kucken”.

Ergebnisse

Unsere Ergebnisse weisen darauf hin, dass eine für Ort und Inhalt maßgeschneiderte Gestaltung der Kommunikationsmittel- und kanäle wichtig ist, um Akzeptanz und Interesse der Anwohner zu erhöhen. Analoge Medien zeigen sich für die Kommunikation in der Nachbarschaft nach wie vor als gut geeignet und können mit adäquater Gestaltung eine wichtige Anlaufstelle für Anwohner darstellen. In einem nächsten Schritt werden wir untersuchen, ob analoge Medien als Einstiegspunkt und zur Etablierung weiterer Kanäle dienen können, beispielsweise um eine Kommunikationsplattform für Nachbarn zugänglich zu machen.

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