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HouseGuerilla

By Stephanie Neumann and Jonas Breme

Um die Interaktion im Haus zu untersuchen, installierten wir drei verschiedene Prototypen – analog und digital – auf unterschiedlichen Etagen: Durst!, Fundstücke und Momente.
Durst!
Eine Pflanze auf einem Podest (1) mit einer leeren Gießkanne (2) und einem abgefallenen Blatt (3) daneben.
Frage: Kümmert sich jemand um die Pflanze?
Durst
Anmerkung: (1) Das Podest sollte verdeutlichen, dass die Pflanze nicht vergessen wurde, sondern bewusst dort steht. (2) Die Gießkanne haben wir leer gelassen um zu sehen ob sich jemand kümmert, auch wenn er dazu erst Wasser holen muss. (3) Das Blatt sollte den Wasserbedarf der Pflanze zeigen.
Dokumentation:
Tag 1 (23.12.): Wasser in Kanne, Pflanze gegossen, abgefallenes Blatt weg
Tag 2 (24.12.): zwei Blätter daneben, Boden feucht
Tag 3 (25.12.): keine Blätter, Boden feucht, Kanne weg
Tag 4 (26.12.): Pflanze weg
Tag 5 (27.12.): Podest weg
Fundstücke
Klebepunkte, die Worte “Das freut mich an diesem Haus”, Zettel und Stifte.
Frage: Wird die Wand belebt und Kommentare etc. an die Klebepunkte angebracht?
Fundstuecke
Anmerkung: Zur Veranschaulichung hatten wir erste Post-its und ein Foto angebracht.
Dokumentation:
Tag 1 (23.12.): keine Veränderung
Tag 2 (24.12.: ein hinzugefügtes Post-it (“Die Aussicht!”)
Tag 3 (25.12.): ein weiteres Post-it (“Viele Kids”)
Tag 4 (26.12.): Zettelkasten und Stifte weg, einige Zettel weg, dafür 4 neue Zettel (“anonyme Freundlichkeit”, “freundliche Anonymität”, “Herr Kunzendorf, der Hausmeister”, “Ostcharme”)
Tag 5 (27.12.): kompletter Prototyp verschwunden
Moment
Ein digitaler Bilderrahmen mit der Aufforderung “Schick uns einen Moment deiner Woche”. moment-der-woche@gmx.de.
Frage: Sind die Bewohner bereit, einen Einblick in ihre Erlebnisse zu geben?
Anmerkung: Der Bilderrahmen enthielt drei erste Bilder von uns zur Veranschaulichung.
Dokumentation:
Tag 1 (23.12.): Der komplette Prototyp ist verschwunden.
Fazit:
Das HausGuerilla Experiment zeigt, dass die Bewohner Veränderungen auf ihrer Etage wahrnehmen und darauf reagieren. Gleichzeitig könnte man sagen, dass unsere Prototypen eine Form von Parasiten waren, die nach und nach wieder beseitigt wurden.

Ein Trackback

  1. Von Design made in Germany am %A, 18UTCMon, 18 Jun 2012 11:23:44 +0000 %e. %B %Y um %H:%M

    [...] Haus Guerilla Um herauszufinden, welchen Bezug die Leute zu ihrer unmittelbaren Umgebung haben, starten wir auf den Etagen – gewissermaßen im halbprivaten Wohnraum. Durst! ist eine von drei Installationen und untersucht die Bereitschaft der Bewohner, sich freiwillig um eine herrenlose Pflanze zu kümmern. Durst! setzt sich zusammen aus einer Pflanze auf einem Podest, einer leeren Gießkanne und einem Blatt, das scheinbar abgefallen ist. Was dann geschah ist hier zu sehen: http://www.connectedcity.eu/houseguerilla. [...]

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